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1941-1950

Während des II. Weltkrieges und darüber hinaus bis 1948 wurde die Wehr kommissarisch von Michael Reibold sen. (Steinmetzmeister), Peter Schmitt (ehemals wohnhaft neben der Kirche) und von Leonhard Einberger sen. geleitet.

Während der Kriegsjahre wurde zur Verbesserung der Löschwasserversorgung in Unter-Mengelbach von unserer Wehr unter Leitung von Leonhard Einberger sen. ein Löschteich angelegt. Als geeigneten Platz hatte man hierzu das Wiesengelände von Rudi Bangert neben einem, übrigens heute noch vorhandenen Garten gewählt. Die Gartenstützmauer konnte somit als wasserstauendes Element mit herangezogen werden.

Zu Beginn des Jahres 1943 trug man sich bei der Gemeinde Zotzenbach mit dem Gedanken, eine Motorspritze zu erwerben. Gegenüber dem Landrat wurde das damit begründet, daß die Gemeinde weit auseinander gestreckt sei und noch die Gemeinde Unter-Mengelbach umfaßte. Viele Hofreiten lagen abseits des Ortsbaches und auch der Wasserleitung. Die Hofreiten wären somit bei Bränden schwer mit der Handfeuerspritze zu erreichen. Die Lieferfrist betrug allerdings drei Jahre, so daß man von vorgesetzter Dienststelle von einer Antragstellung abriet.

Wie alte Protokolle belegen, wurde die Löschwasserversorgung unter anderem dadurch gesichert, daß am Bachlauf verschiedentlich Rohre mit massiven Stauvorrichtungen eingebaut wurden. Am 19. Dezember 1943 führte der Kreisführer der Freiwilligen Feuerwehr (feuerwehrtechnischer Aufsichtsbeamter des Landrates des Kreises Bergstraße) Hübner, Rimbach, eine Inspektion durch. Dabei bemängelte er, daß die Stauvorrichtungen verschmutzt und verschlammt waren.

Kommandant Leonhard Einberger sen. wurde daraufhin mit Schreiben vom 28. Dezember 1943 vom Landrat angewiesen, sofort Männer bei der Feuerwehr zu bestimmen, die laufend die Stauvorrichtungen entschlammen sollten. Ein erster Termin hierzu wurde auf den 1. Januar 1944 festgesetzt.

Am 30. Januar 1945 unternahm man den erneuten Versuch, an eine Motorspritze zu gelangen, indem man den Kreisführer Hübner aus Rimbach einschaltete. Dieser unterstützte das Anliegen bereits am nächsten Tag in einem argumentativen Brief an den Landrat. In seinem Brief vom 2. März 1945 an den Höheren SS und Polizeiführer in Wiesbaden befürwortete auch der Landrat die Anschaffung einer Motorspritze für die Zotzenbacher Wehr. Nach Kriegsende wurde auf Rückfrage des Landrates am 16. November 1945 durch die Gemeinde geantwortet, daß eine Motorspritze nicht mehr erforderlich sei.

Im April 1948 wurden der Wagnermeister Wilhelm Bickel sen. zum Kommandanten und der Landwirt Johann Stein zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Verpflichtung und Vereidigung erfolgte am 3. Mai 1948 durch den Landrat. Beiden gelang es, die aus dem Krieg heimgekehrten Feuerwehrkameraden und den jungen Nachwuchs wieder zu einer einsatzfähigen Wehr zusammenzuschmieden. Unter Ortsbrandmeister Wilhelm Bickel sen. erhielt die Wehr am 15. August 1950 eine gebrauchte Motorspritze, wodurch die Schlagkraft bedeutend erhöht wurde.