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1951-1970

In den Jahren 1953/54 wurde die Ortsdurchgangsstraße erstmals mit einem Asphaltbelag versehen. Die Straßeneinweihung erfolgte am 13. November 1954.

1954 wurde das 60jährige Bestehen der Wehr gefeiert. Dazu wurde am Standort des jetzigen Feuerwehrheimes mit Holzstangen eine provisorische Überdachung geschaffen. Der Sportplatz diente als Festplatz.

Am 18. März 1961 konnte Ortsbrandmeister Wilhelm Bickel sen. auf der Generalversammlung bekanntgeben, daß die Gemeindevertretung den Kauf einer neuen Motorspritze beschlossen hat. 36 Aktive zählte die Wehr 1962, als am 17. November erstmals die neue Motorspritze ausprobiert werden konnte. Unter der Leitung von Wilhelm Bickel sen. wurden immer wieder junge Feuerwehrleute auf Lehrgänge geschickt, um deren Wissensstand weiter zu erhöhen.

Der spätere Kommandant Adam Geiß regte 1964 die Anschaffung von Arbeitsanzügen und Helmen an.

Im August 1964 feierte man das 70jährige Bestehen der Wehr. Dazu wurde auf dem ehemaligen Sportplatz ein Festzelt aufgestellt. Neben dem Feuerwehrdienst verstand es die Wehr schon immer, gesellige Stunden nicht zu kurz kommen zu lassen. So wurden schon vor etlichen Jahrzehnten Kostümbälle, Frühjahrsbälle, Osterbälle, Sommernachtsfeste und Familienabende veranstaltet. Diese Veranstaltungen fanden seinerzeit wechselweise in den Sälen von Michael Getrost (heute Gaststätte "Zum Goldenen Anker") und Wilhelm Kadel (ehemals Gaststätte "Zum Goldenen Adler", Weißkopp) statt.

Im Jahre 1965 wurde von der Bauunternehmung Steinmann in der Gewann "Hässelshall" (Anhöhe zwischen Zotzenbach und Unter-Mengelbach) ein neuer Hochbehälter errichtet, welcher noch in Betrieb ist. Sein Fassungsvermögen beträgt 250 m3. Etwa die Hälfte hiervon ist als Brandreserve vorgesehen, um im Ernstfall über ausreichend Wasser verfügen zu können.

Bei der Generalversammlung im Dezember 1967 stellte Wilhelm Bickel sen. sein Amt als Ortsbrandmeister aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung, führte es jedoch kommissarisch noch ein Jahr weiter. In der gleichen Sitzung wurde an die Gemeinde der Antrag gestellt, das Gerätehaus an der Schule fertigzustellen. Außerdem soll für die Wehr ein Fahrzeug (überdacht) oder ein Anhänger beschafft werden. Naßübungen konnten nicht durchgeführt werden, da es an einer Schlauchtrockenanlage fehlte. Ferner wurde im Dezember 1967 beschlossen, eine Herbstauwand zum Preis von 800 DM anzuschaffen.

Vierundzwanzig Jahre, beginnend im März 1968, wurde von den Motorsportfreunden das traditionelle Bergrennen veranstaltet. In all diesen Jahren hat unsere Wehr an jeweils zwei Tagen entlang der Rennstrecke den Brandschutz übernommen.

Am 7. Dezember 1968 wurde Adam Geiß im Gasthaus "Zum Pflug" einstimmig zum Ortsbrandmeister gewählt. Er löste damit Wilhelm Bickel sen. ab, welcher der Wehr 20 Jahre vorstand. Die Wehr zählte damals 32 Aktive. Bürgermeister war zu dieser Zeit Hans Fendrich. Dieser sagte zu, daß bis zum 75jährigen Bestehen im Jahr 1969 das Spritzenhaus fertiggestellt werden soll.

Zum 75jährigen Stiftungsfest im Juni 1969 wurde das Gerätehaus an der Schule eingeweiht. Ein eigens gegründeter Festausschuß sorgte dafür, daß das Fest in einem würdigen Rahmen gefeiert wurde.

Am 16. März 1969 wurde der ehemalige Kommandant und Bürgermeister Nikolaus Bickel zu Grabe getragen.

Im Dezember 1969 wurde rege über die Anschaffung eines Feuerwehrautos debattiert. Der Bürgermeister berichtete, daß bereits drei Anträge zur Zuteilung eines Autos gestellt worden seien. Die Wehr erklärte sich bereit, bei der Anschaffung eines Autos 8000 DM beizusteuern. Aufgrund der energischen Unterstützung durch Bürgermeister Hans Fendrich konnte die Wehr am 20. März 1970 ihr neues Löschfahrzeug in Ulm abholen. "Dies war ein großer Tag für unsere Wehr" vermerkte der damalige Schriftführer Nikolaus Bangert voller Stolz in seinem Protokollbuch. Die feierliche Übergabe des Löschfahrzeuges erfolgte am 20. Juni 1970 in Anwesenheit des Kreisbrandinspektors Neudecker und dessen Stellvertreter Schwöbel. Die musikalische Umrahmung erfolgte durch die Feuerwehrkapelle Mörlenbach.

Durch das Feuerwehrauto wurde die Wehr in die Lage versetzt, auch bei größeren Bränden wirkungsvoll eingreifen zu können. Die Bannung von Hochwasser war nun einfacher zu bewerkstelligen. Bei einigen größeren Einsätzen in den Nachbarorten wurde auf unsere Wehr zurückgegriffen.