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1981-1990

Im Jahre 1981 wurde mit dem Bau der Trommhalle und des heutigen Gerätehauses begonnen. Damit waren die seit 1976 gehegten Wünsche bezüglich der Erweiterung des alten Gerätehauses hinfällig geworden; zugunsten einer großzügigeren Lösung, wie man heute weiß.

Nach 13 Jahren als Kommandant stellte sich Adam Geiß nicht mehr zur Wiederwahl, so daß am 12. Dezember 1981 Wilhelm Bickel jun. zum Wehrführer gewählt wurde. Sein Stellvertreter wurde Herbert Müller.

Die Einweihung des neuen Gerätehauses erfolgte am 18. September 1982 und wurde verbunden mit dem 10jährigen Bestehen der Jugendwehr. Im gleichen Jahr ging die Unterkunft des seitherigen Vereinsheimes auf die Feuerwehr über. In der übernommenen Unterkunft, fortan Feuerwehrheim genannt, konnte die nachfolgend beschriebene Wettkampfgruppe ihre theoretische Ausbildung ständig erweitern.

Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung unserer Wehr war der Januar des Jahres 1982. Zu dieser Zeit wurde bei Jürgen Winkler im Steinbühl (altes Haus) von Peter Rettig, Eberhard Bickel, Jürgen Winkler, Klaus Rauch, Albert Dietz, Georg Leideritz und Dieter Breunig die Wettkampfgruppe ins Leben gerufen. Ziel und Zweck war und ist es auch heute noch, den theoretischen Wissensstand, Kameradschaft und die Einsatzbereitschaft zu fördern. Mit der Unterstützug der Rimbacher Kameraden Schuch und Kadel wurde der theoretische und praktische Unterricht aufgenommen. 1983 wurden die erforderlichen Hindernisse (Hürde, Leitergestell, Tunnel, etc.) angeschafft und erstmals an den Kreisleistungswettkämpfen teilgenommen. Von den einhundert Feuerwehren des Kreises Bergstraße beteiligen sich Jahr für Jahr etwa 15 - 20 Wehren an diesen anspruchsvollen Wettkämpfen.

Das 90jährige Bestehen wurde lediglich im Rahmen eines Grillfestes im August 1984 gefeiert. Im gleichen Jahr fand erstmals der Kommandantenball des Kreisfeuerwehrverbandes in Zotzenbach statt, mit seiner Durchführung wurde die Wehr 1987 ein zweites Mal betraut.

Am. 7. Juni 1985 wurde die Wehr zu einem Deckeneinsturz der Firma Fendrich, Bahnhofstraße, gerufen.

1986 wurde Wilhelm Bickel jun. in seinem Amt als Wehrführer bestätigt und Georg Leideritz zu seinem Stellvertreter gewählt. Im gleichen Jahr war der Tod des Ehrenkommandanten, Wagnermeister Wilhelm Bickel sen. zu beklagen. Mit ihm verlor die Wehr eine herausragende Persönlichkeit der Nachkriegszeit.

1987 brannten die Hütte des Jagdpächters und das Vogelschutzhäuschen ab.

Im Jahre 1988 wurden die ersten fünf Meldeempfänger angeschafft. Damit wurde eine Verbesserung der Einsatzalarmierung erreicht. Die verantwortlichen Feuerwehrleute führen diese Empfängergeräte ständig bei sich und werden bei einem Einsatz von der Leitstelle in Heppenheim alarmiert. Man spricht von der sogenannten stillen Alarmierung. Diese hat den Vorteil, daß bei kleineren Einsätzen auf die Sirenenalarmierung verzichtet werden kann. Eine Beunruhigung der Bevölkerung wird damit vermieden.

Im Jahre 1988 feierte Zotzenbach das 1111jährige Bestehen. Dazu fand am 11. September ein Festzug statt, an welchem sich auch die Feuerwehr beteiligte.

Am 16. Dezember 1988 wurde der langjährige Bürgermeister und Ehrenmitglied, Maurermeister Adam Steinmann zu Grabe getragen. Er war maßgeblich am Aufbau von Zotzenbach beteiligt. Die Ortsvereine fanden bei ihm stets ein offenes Ohr, wenn sie um Unterstützung baten.

Auf der Generalversammlung am 30. Dezember 1988 trat Wehrführer Wilhelm Bickel jun. vorzeitig von seinem Amt zurück. Für die verbleibende Amtsperiode bis 1991 wurde Georg Leideritz zum Wehrführer und Peter Rettig jun. zu dessen Stellvertreter gewählt.

Zur Verbesserung der Löschwassersituation "Im Gräben" wurde 1989 auf dem Anwesen Vollrath unter Federführung von Roland Treuer ein Stauwehr errichtet.

In Anerkennung seiner Verdienste um die Feuerwehr wurde 1989 der langjährige Ortsbrandmeister Adam Geiß zum Ehrenwehrführer ernannt.

Aufgrund umfangreicher Renovierungsarbeiten des Kindergartens sollte nach den Worten des damaligen Pfarrers Herbert ab August 1989 eine Gruppe für etwa 6 - 7 Wochen im Feuerwehrheim untergebracht werden. Tatsächlich wurden beide Gruppen bis zum März 1990 hier betreut.

Im Januar und Februar 1990 kam es mehrfach zu orkanartigen Stürmen. Der fünfte und zugleich schwerste Orkan "Wiebke" zerstörte in der Nacht vom 28. Februar zum 1. März 1990 etliche Hektar Wald, vornehmlich alte Buchenbestände. Unzählige Bäume entwurzelten oder sind abgeknickt. Die größten Schäden entstanden in der Gewann "Winterhall" und oberhalb der Sängerwarte am alten Steinbruch. Viele umgestürzte Bäume blockierten die Rennstrecke und Zufahrten zu verschiedenen Anwesen wie z. B. Hasenbühl. Bei einigen Häusern wurde die Ziegeleindeckung in Mitleidenschaft gezogen. Durch viele Einsätze über mehrere Tage wurden von unserer Wehr die Bäume auf der Rennstrecke beseitigt, Zufahrten zu Wohnhäusern von Bäumen geräumt und Dacheindeckungen vorgenommen.